Scheinlösung “Gesamtverkehrskonzept”

Gesamtverkehrskonzept* vs. Umgehung

In der Vergangenheit wurde im Rat diskutiert, ob eine intensivere Förderung von Fahrradverkehr und ÖPNV (insb. Busse) im Rahmen eines “neuen Gesamtverkehrskonzeptes” oder “General-verkehrsplanes” (s. SPD-Wedel) die Verkehrsprobleme in Wedel lösen könne.

Die Erstellung eines “Gesamtverkehrskonzeptes” o.ä. anstelle einer Umgehung ist nicht zielführend weil ÖPNV etc. die B431 nicht enlasten kann. ÖPNV ist in Wedel weitgehend optimiert und bietet kein Entlastungspotential (s. ARGUS, Stadt Wedel). Aussagekräftige Verkehrszählungen, Gutachten zum ÖPNV und alternative Planung von Routen existieren (s. wedel.de, SBI, ARGUS). Diese belegen, ÖPNV kann die hohe Belastung auf der B431 nicht reduzieren helfen (ARGUS). Die übermässige Belastung auf der B431 quer durch Wedel stellt tagsüber hautpsächlich der Durchgangsverkehr (Berufspendler, LKW der Metropolregion) dar.

Fazit: Priorität in der Stadtplanung muss sein, eine Umgehung zu bauen. Danach, wenn eine Umgehung in der konkreten Umsetzung ist, sollte Wedel entscheiden, wie der Verkehr innerhalb Wedels weiter beruhigt wird, zum Beispiel durch Tempo 30, Anliegerverkehr, Zebrasteifen und ampelfreie Querungen, neue Fuß- und Radwegeoder straßenbauliche Maßnahmen wie sogenannte gemeinsam genutzte Flächen.

*Der Wunsch nach der Erstellung eines „Gesamtverkehrskonzepts“ oder „Gesamtstädtischen Verkehrskonzepts“ war das Ergebnis einer sog. Planungs-werkstatt in den Jahren 2008, 2009. Die Planungswerkstatt war als Instrument der Bürgerbeteiligung am Planungsverfahren der Umgehung gedacht.

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