Mythos innerörtlicher Verkehr

In der öffentlichen Diskussion über eine Umgehung Wedels kursierte in der Vergangenheit die Fehlinformation, Kern des Verkehrsproblems auf der B431 sei ein überwiegend innerörtlicher Verkehr. Dies erscheint absurd, jeder Interessierte kann morgens oder abends an Holmer Straße, Rolandstraße oder Rissener Straße den Durchgangsverkehr mit eigenen Augen beobachten. Dennoch wurden vereinzelt (z.B. im sog. Bürgerforum-Wedel, Planungswerkstatt 2008) falsche Zahlen veröffentlicht, die behaupteten, auf der B431 in Wedels Innenstadt gebe es überwiegend innerörtlichen Verkehr. Deshalb hier noch einmal Ergebnisse aus offiziellen Verkehrszählungen:

Der reine Durchgangsverkehr im derzeitigen Verlauf der B431 innerhalb Wedels beträgt zwischen 23 und 28 Prozent* im Tagesdurchschnitt. Das sind mehrere Tausend Fahrzeuge jeden Tag, beinahe jedes dritte Fahrzeug.
Der Durchgangsverkehr in Wedel tritt primär als Berufsverkehr und somit gebündelt auftritt. D.h. zu den Hauptverkehrszeiten ist der Anteil Durchgangsverkehr um ein vielfaches höher als im Tagesdurchschnitt! Dies belegen sog. Querschnittmessungen*.

Zum Durchgangsverkehr* kommen zu den Stoßzeiten noch eine ebenfalls große Anzahl Berufspendler aus Wedel selbst sowie der innerörtliche Verkehr. Diese Mischung verursacht in Wedel die Probleme, weil damit das existierende Straßennetz überlastet ist.
Des weiteren gibt es z.B. den Ausflugsverkehr aus Hamburg in die Marsch oder der hoch gefährliche LKW-Verkehr, für den es in Alt- und Innenstadt viel zu wenig Platz gibt. Abhilfe kann eine Ortsumgehung schaffen, den den Durchgangsverkehr heraus nimmt**.

Ursächlich ist die Lage der Gemeinde Wedel als unmittelbarer Nachbar von Hamburg und Teil der länderübergreifenden Metropolregion. Wedel ist daher besonders stark vom Durchgangsverkehr betroffen.

* Verkehrszählung SBI, 2010
** ARGUS, 2010

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