Warum “Nordumfahrung”?

Fakten:

1. Die quer durch Wedel laufende B431 zerstört Wedels historischen Stadtkern. Das teilw. bereits vor Jahrhunderten entstandene Straßennetz ist überfordert.Es bieten sich aufgrund der Lage (wachsende Metropolregion, überregionaler Durchgangsverkehr) keine Möglichkeiten z.B. durch ÖPNV oder andere Maßnahmen den Verkehr auf kommunaler Ebene spürbar zu reduzieren.

2. Eine nördliche Teilumgehung  (in ihren verschiedenen Varianten) belastet weit weniger Wedeler mit Verkehr als die vorhandene Trassen-Führung (mit/ohne südl. Umfahrung der Altstadt), s. Gutachten ARGUS, Bebauungsdichte im FNP.

3. Eine Umfahrung und Verlegung der Bundesstraße ist Voraussetzung für wirksame, flächenhafte Verkehrsberuhigung.
Die vorhandene, zu enge Trasse bietet keinen Raum für alternative bauliche Verkehrsberuhigung, sichere Fuß- oder Radwege fehlen teilweise komplett. Lokale Anreize zur Verkehrsverlagerung und Verkehrseinsparung durch kommunale Raumordnung sind aufgrund der Lage innerhalb der Metropolregion unmöglich bzw. wenig effektiv, ÖPNV ist bereits weitgehend optimiert.

4. Eine nördliche Teilumgehung  beeinflusst die Höhe des Gesamt-Verkehrsaufkommen unserer Metropolregion kaum (stabile sog. Verkehrsmengenkonstanz). Eine nördliche Teilumgehung hat eine hohe Entlastungswirkung auf weite Teile der Stadt und in Kombination mit Verkehrsberuhigung einen noch höherer Wirkungsgrad.

5. Teilabschnitte einer nördlichen Umgehung können zur Erschließung von Wohngebieten in Wedels Norden genutzt werden und haben so einen Zweitnutzen.
Bestimmte Varianten (insb. Nullvariante) weisen durch Nutzung vorhandener Straßen eine minimale Neu-Flächenversiegelung auf. Ökologisch sensible Landschaftsbereiche werden weitgehend geschont.

6. Wedels ganzer Stadtkern und angeschlossene Wohngebiete gewinnen mit einer Nordumfahrung und verbundener flächenhafter Verkehrsberuhigung enorm an Attraktivität. Wedel gewinnt an Wohn-, Aufenthalts- und somit Lebensqualität. Wedel wird nicht mehr als „Durchgangsort“ wahrgenommen sonder kann sich zu einer hoch attraktiven Elbgemeinde weiter entwickeln.

Nordumfahrung ermöglicht Verkehrsberuhigung in Alt-, Innenstadt und den
angrenzenden Wohngebieten
.
Verkehr kann besser verteilt werden kann. Bahnhofplatz, Rosengarten,
Holmer-, Schauenburger-, Roland-, Mühlenstraße könnten nur Anliegerverkehr
aufnehmen, großflächige Verkehrsberuhigung wird möglich. Wohnstraßen Lülanden,
Steinberg und Wiedestraße können weiter beruhigt werden. Trassen der 70er Jahre
und Ampelanlagen (z.B. am Marktplatz am Roland oder am Bahnhof) können zurück
gebaut werden. Es entsteht Platz für Fußwege und Radwege. Wedel gewinnt
Lebensraum zurück. Die Stadt wird ruhiger und attraktiver.

Nordumfahrung löst das Problem des zu hohen Verkehrsaufkommens, besonders
zu den Hauptverkehrszeiten
.
Weniger PKW fahren durch die Stadt. Der gefährliche LKW-Verkehr wird
um die Stadt umgeleitet. Heute ist jedes dritte Auto auf der B431
Durchgangsverkehr, der stiegt weiter zu den Hauptverkehrszeiten (Berufsverkehr
nach/aus Hamburg). An den Wochenenden kommt Ausflugsverkehr aus Hamburg.
Diese Entwicklung nimmt künftig in der wachsenden Metropolregion zu. Eine
Nordumfahrung löst das Problem, weil sie in alle Richtungen (Nord, West, Ost)
entlastet.

Nordumfahrung ermöglicht umweltfreundliche Stadtentwicklung.
Sehr viel weniger Menschen werden durch Lärm und Abgase belastet als jetzt.
Das Stadtgebiet entlang der nördlichen Trasse ist sehr viel weniger dicht besiedelt.
Es gibt Platz für Lärmschutz. Nur ein Bruchteil Anwohner wohnt direkt an einer nördlichen Trasse (s. Karte Seite 5). Das Ergebnis: Gesundheitsrisiken der Anwohner sinken, die Lebensqualität in Wedel steigt.

Nordumfahrung ermöglicht nachhaltige Stadtentwicklung und erhöht die
Attraktivität der Stadt.
Es wird Raum für das öffentliche Leben zurück gewonnen. Die Stadt kann mit
einem gesunden Stadtkern aus sich heraus wachsen, Wohnraum in zentraler Lage
kann verdichtet werden, Ressourcen geschont und Werte erhalten werden. Neue
Bürger, insbesondere Familien, werden angezogen. Anwohner können sicher und
bequemer die Straßen zu Fuß nutzen, sie können sicherer das Fahrrad benutzen.
Kindergarten- und Schulkinder haben sicherere Wege. Sichere, fußläufige
Erreichbarkeit ist nachgewiesenermaßen geschäftsfördernd für Einzelhandel und
Restaurants. (siehe Stadtplanung).

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